Mit neuem Wir-Gefühl Richtung Zukunft

Danke für das Vertrauen! Danke für die Neugier! Danke für das Engagement! Es gibt viele Menschen, bei denen wir uns für das erste Online-Seminar bedanken möchten. Die Situation hat uns aus der Komfortzone geschubst – und ihr habt es zu einer großartigen Erfahrung gemacht. Wir sind begeistert! Welche tollen Ideen wir jetzt für unsere Zukunft haben, was für wertvolle Erfahrungen die Teilnehmer für sich mitnehmen und wie nah sich Distanz plötzlich anfühlen kann.

Alles (k)ein Problem
Noch nie zuvor war mir ein neutraler Blick so durch den Körper gefahren. Ich zuckte innerlich kurz zusammen. War das etwa ihr Ernst? „Mama, wo ist das Problem? Ist doch alles ganz einfach“, hatte meine Tochter achselzuckend und ohne große Gefühlsregung auf die Frage geantwortet, ob man denn nicht eventuell, nur so vielleicht – also jetzt im Notfall – unter bestimmten Voraussetzungen, wenn das überhaupt möglich wäre, ähm…, also: Ob man einen kinesiologischen Kurs ausnahmsweise auch online anbieten könne.

Aus der Komfortzone heraus geschubst
Um ehrlich zu sein, hatte sich ein Teil von mir als Antwort auf diese Frage ein klares Nein gewünscht. Kinesiologie online? E-Learning in der Lernchance? Das war für mich bis vor Kurzem eine theoretische Option für irgendwann. Etwas, das ich mit ein bisschen Respekt doch lieber aus der sicheren Ferne betrachtet habe. Auch wenn schon vor Corona der kinesiologische Selbsttest und Telefonbalancen zu unseren Lehrinhalten und Angeboten zählten: Ich fühlte mich in meiner Komfortzone sehr wohl. Ich kenne die Räumlichkeiten, die Abläufe, die Materialien – alles eingespielt. Doch dann kam der Tag, an dem sich alles änderte. Wir durften wegen der Auflagen zur Reduzierung von Infektionen mit COVID19 nicht mehr im Institut unterrichten.

Geht nicht? Gibt’s nicht!
Ich war absolut enttäuscht bei dem Gedanken daran, jetzt alles abbrechen zu müssen: mit den Seminaren – und vor allem mit der Ausbildung – nicht weitermachen zu können. Auch für meine Schüler, denen damit in dieser unsicheren Zeit noch ein Stück Struktur mehr in der Isolation wegbrechen würde. Doch die trübe Vorstellung hatte nicht lange Platz. Schnell meldete sich der sportliche Ehrgeiz, aus der Situation das Beste zu machen. Und eben die Chance in der Krise zu nutzen. Geht nicht? Gibt’s nicht! Das ist meine Art, lösungsorientiertes Denken effizient in die Tat umzusetzen. Auch wenn das bedeutete, dass ich mich in das neue Terrain der Online-Kurse vorwagen musste. Rückblickend sehe ich mich in einem ganz klassischen Lern- und vor allem in einem zielorientierten Veränderungsprozess. Im Grunde das, was ich immer wieder anderen beibringe. In diesem Fall habe ich genau das selber erlebt – bestens, wenn man als Unterrichtende und als Kinesiologin beweglich bleibt und immer wieder auch aus eigener Erfahrung lernt.

So nah kann Distanz sein
Alles ganz einfach? Tatsächlich. Ich fand eine geeignete Plattform und ließ mich autorisieren, online unterrichten zu dürfen. Danach strukturierte ich die Inhalte und den Ablauf des Kurses neu. Die Ideen sprudelten: bestes Zeichen dafür, auf dem richtigen Weg zu sein! „Integration unserer Sinne“ stand für den zweiten Ausbildungsjahrgang auf dem Plan. Ich musste schmunzeln: Hätte ich es mir aussuchen können, wäre das sicher nicht meine erste Idee für ein Webinar gewesen. Wie gut, dass man eben nicht immer die Wahl hat, sondern dass sich Herausforderungen einfach zeigen. Ob man will oder nicht. Ich hätte sonst sicher nie erfahren wie Sinn-voll ein Online-Kurs zum Riechen, Sehen, Schmecken, Fühlen und Hören sei – und wie nah sich Distanz anfühlen kann. Denn nach nur wenigen Minuten war es, als würden wir uns alle direkt gegenüber sitzen. Als wären wir zusammen. So wie immer.

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Sich selber mit anderen Augen sehen
Die Teilnehmer nutzten während des Kurses alles, was ihnen in ihrer vertrauten Umgebung zur Verfügung stand. Sie gingen mit ihren Sinnen auf Erkundungstour. Viele wurden sehr kreativ und lösten die gestellten Aufgaben mit so viel Freude, dass die Begeisterung auch über die größte Distanz hinweg ansteckend war. Es wurden Texte in völlig neuer Form aufgearbeitet, kleine Präsentationen gezeigt, diskutiert, Fragen gestellt, sich mitgeteilt. Und vor allem balanciert. Tiefe Erkenntnisse und Veränderungen gab es dabei auf vielen Ebenen. Ganz sicher auch deshalb, weil sie nicht nur die anderen per Video beobachten konnten, sondern auch sich selber plötzlich neu betrachteten. So berichtete eine Teilnehmerin im Anschluss: „Bei mir ist so viel in Bewegung gekommen. Mein Selbstbild zum Beispiel. Da ich mich ja nie selbst sehe oder in Aktion erlebe, so wie mich die anderen sehen, hatte ich gar kein richtiges Bild von mir. Umso überraschter war ich, als ich mich am Testabend blass, farb- und kraftlos sehen konnte. Ich habe mich vor jedem Online-Seminartag so geschminkt und angezogen, dass ich mich gerne anschauen mag. Nur alleine das hat mir eine ganz andere Präsenz verliehen und mich gestärkt. Jetzt habe ich ein Selbstbild und noch dazu eins, das mir gut gefällt und sich authentisch anfühlt.“

Ein neues Wir-Gefühl
Einige erlebten aber nicht nur sich selber, sondern auch ihr Umfeld bewusster. Plötzlich gab es überall Neues zu entdecken. Oft innerhalb der eigenen Familie. Kinder und Partner erlebten beim Blick auf den Bildschirm erstmals, was da bei „diesen Kursen“ denn eigentlich so passiert. Eine Schülerin resümiert: „Unsere zehnjährige Tochter ist öfter mal reingeschneit und hat sich mit dazugesetzt. Dadurch hat sie die anderen Teilnehmer kennengelernt und auch wahrgenommen, wie konzentriert und intensiv wir arbeiten. Sie hat sich sogar bereit erklärt, sich von mir balancieren zu lassen. Das hat ihr das Gefühl gegeben, als wichtiger Partner eingebunden zu sein. So war es auch das erste Mal möglich, mit ihr selbst komplexe Balancen zu erarbeiten. Dabei konnte ich wichtige Erkenntnisse und Einsichten bekommen. Sie war mit Freude dabei und möchte auch das nächste Mal gerne wieder mitmachen.“ Wie in diesem Beispiel ergab sich der tolle Nebeneffekt, dass Paare oder eben ganze Familien gemeinsam übten und sich austauschten. Was für ein großer Gewinn!

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Wir bleiben beweglich und halten Sie auf dem Laufenden
E-Learning in der Lernchance: Für mich das beste Beispiel dafür, was genau gemeint ist, wenn wir sagen: „Kinesiologie ist die Lehre der Bewegung.“ Mein Lernchance-Team und ich bleiben beweglich. Deshalb wird es nach dieser erfolgreichen Premiere weitere Online-Seminare sowie Übungsabende und Teamtage für die Teilnehmer der dreistufigen, zertifizierten Ausbildung zur/zum Kinesiologin/Kinesiologen BK DGAK zertifiziert geben. Wenn Sie dazu und zu anderen Themen alle neue Informationen möchten, dann abonnieren Sie unter www.die-lernchance.de gerne unseren Newsletter oder schreiben Sie uns eine Mail an info@die-lernchance.de

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
Kirsten Notman
Leitung Institut und Ausbildung
DIE LERNCHANCE

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